Presse Sonstiges 2012

Barrierefreies Hallenbad

„Picknick“ unter weißem Dach

Tagesausflug des Clubs am 14. Juli nach Bad Karlshafen - Helmarshausen

Benefizkonzert der Offenbacher und Mühlheimer Lions

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Barrierefreies Hallenbad

Stadtpost vom 29.03.2012



 

 

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 „Picknick“ unter weißem Dach                                                <<< Bildergalerie Picknick in Weiss >>>

Mühlheim - Es ist bitter. Noch einen Tag zuvor war es einigermaßen warm. Zumindest hatte es nicht geregnet. Ursprünglich habe sie überlegt, das „Picknick in Weiß“ am Main zu veranstalten, erklärt Marita Immel-Schelzke, Präsidentin des Lions-Club Mühlheim. Von Stefan Mangold

Lions-Club greift 

Doch dann hätte sie zu viele Auflagen erfüllen müssen, und „es wäre eine Katastrophe gewesen“, meint Immel-Schelzke mit Blick zum Himmel. Stattdessen sitzen, essen und trinken die Clubmitglieder und weitere Mühlheimer in weißen Textilien auf dem Gelände der Gustav-Adolf-Kirche in Dietesheim. Nass muss unter den Dächern dort niemand werden. Zu frösteln scheint es in der sommerlichen Kleidung doch dem einen oder anderen.Die Idee sei ihr durch die „Diner en Blanc“ in Frankreich gekommen, erläutert die Präsidentin. Dort träfen sich Menschen an öffentlichen Plätzen zum Picknick. Jeder bringt sein eigenes Essen mit. Dennoch muss an der Gustav-Adolf-Kirche niemand warten, bis sich sein Nachbar etwas zu trinken holt oder in eine andere Richtung schaut, wenn er wissen will, wie es auf dessen Teller schmeckt: „Jeder isst auch beim anderen mit.“Manche Ehefrauen hätten angerufen und geklagt, ihr Mann habe nichts Weißes im Schrank. Was nicht schlimm gewesen wäre, „sie hätten auch in einer anderen Farbe kommen dürfen“. Doch am Ende scheint jeder Hose und Sakko   gefunden zu haben.

Den Wein musste niemand mitbringen. Für zehn Euro gibt es die Flasche zu kaufen. Der Erlös geht, wie die Spenden in der aufgestellten Box, an den Mühlheimer Lebensladen. Dort können sich in der Halle auf der Nordseite des Bahnhofs sozial Bedürftige einmal in der Woche für einen symbolischen Betrag mit Nahrungsmitteln aus Supermärkten versorgen. „Auch Dinge wie Sonnencreme für die Kinder sind enorm wichtig“, betont Christine Richter, die Leiterin des Lebensladens. Für Familien, die von Hartz IV leben müssten, seien solche Ausgaben ein großes finanzielles Problem. Marita Immel-Schelzke hilft dort ebenso bei der Ausgabe mit wie die Stadträtin Elisabeth Gilmer-Kaiser. Auch sie sitzt in Weiß an einem Tisch.

Marita Immel-Schelzke fällt auf, es seien „wenig Deutsche, die im Lebensladen zum Einkaufen kommen“. Was vielleicht daran liegt, dass deren Anteil unter den Empfängern von Hartz IV geringer sein könnte, als der von Migranten. Das aber bezweifelt Immel-Schelzke, „auch wenn ich die genaue Statistik nicht kenne“. Sie vermutet „Scham als Hauptmotiv, dem fern zu bleiben“. Das Risiko einzugehen, Bekannte zu treffen, wollten viele offensichtlich nicht eingehen: „Dem entgegenzuwirken, ist für uns eine Aufgabe.“

 

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Weißer Luftballon brachte es auf beachtliche 140 Kilometer

Von den 99 weißen Luftballons, die am 5. Mai 2012  beim, vom Lions Club Mühlheim am Main veranstalteten, „Picknick in Weiß“  in den grautrüben Regenhimmel entlassen wurden, hat es einer über 140 Kilometer weit bis nach Ramstein-Miesenbach geschafft. Aufgrund dieser Rekordstrecke konnte sich Frau Cocetta Morrow, die den Ballonzettel zurückgeschickt hatte, über den von Karl-Christian Schelzke gestifteten Picknickrucksack für die weiteste Ballonfahrt freuen. Die Lions-Präsidentin Marita Immel-Schelzke überreichte der Preisträgerin den von der Altstadt-Metzgerei Schmidt als Spende mit köstlichen Wurstwaren und Marmeladengläsern gefüllten Rucksack. Hierbei erfuhr Marita Immel-Schelzke, dass eigentlich die kleine Tochter Celina Chanell den Preis verdient hätte, da sie die Karte vom Boden aufhob. Macht nichts, so Immel Schelzke, der Rucksack wird ja eh von beiden gemeinsam genutzt.

 

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Tagesausflug des Clubs am 14. Juli nach Bad Karlshafen - Helmarshausen.  

Nach dreistündiger Busfahrt in die nördlichste Kurstadt Hessens, zuerst Besichtigung der Ruinen der Krukenburg und der Johanniskapelle plus einer vieltreppigen Besteigung des Bergfrieds. Lohn der Mühe: bester Rundumsicht  auch ohne Sonnenschein. Abstieg zum ehemaligen Benediktinerkloster, vorbei an restaurierten Fachwerkhäusern zum Museum im Alten Rathaus. Dort durften die Teilnehmer, nach dem Genuss einer deftigen Gulaschsuppe, in einem der seltenen Faksimile des Evangeliars Heinrich des Löwen, das um 1180  im hiesigen Kloster entstand, blättern. Natürlich nur mit Handschuhen und warum diese Ehre, sei hier erzählt:  

Das Original, vom Benediktinermönch Herimann in fünf Jahren geschaffen, wurde 1983 vom englischen Auktionshaus Sotherby´s für die damalige Rekordsumme von 32,5 Millionen Mark versteigert. Um den Entstehungsort Helmarshausen endlich auch touristisch bekannt zu machen, stellte Karl-Christian Schelzke seine Idee eines Stiftungspreises allen Anwesenden vor. Ein mit 5000 Euro dotierter „Herimannspreis“ soll künftig alle zwei Jahre für zeitgenössische Bibeldarstelllungen oder bildlicher Darstellung christlichen Glaubens vergeben werden. Nicht unbeteiligt an der Idee ist auch Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto, der den ehemaligen Mühlheimer Bürgermeister und heutigen Chef des hessischen Städte- und Gemeindebunds vor einiger Zeit darum bat, „etwas mit dem Evangeliar auf die Beine zu stellen“.  Historisch die Stunde und ein Höhepunkt des Tages! 

Anschließend Führung durch den barocken Teil der Hugenottenstadt, gelegen am Zusammenfluss von Weser und Diemel, mit seinen typischen Fünffensterhäusern, dem Rathaus und dem Invalidenhaus am historischen Hafenbecken. Hochgelobt an dieser Stelle sei die Führung durch  Dorothe Römer, selbst hugenottischer Abstammung. Ansteckend die Fröhlichkeit, mit der sie die hochinteressante Geschichte der Hugenottenansiedlung aber auch über den Status Quo des Badeörtchens, teils augenzwinkernd, erzählte. Passend dazu, am frühen Abend, als stimmungsvoller Ausklang: Weinprobe in den ehemaligen Lagerräumen der direkt am Hafen gelegen Hugenottischen Weinhandlung. Selbstredend bei auserlesenen Tröpfchen, netten Anekdoten und zünftigen Vesper.       

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www.bad-karlshafen.de     

PeBe                                    

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