Neuer Lions-Präsident 2010 heißt Dietmar Jeck
 

In Zukunft wird mehr Wert auf Mitgliederwerbung gelegt
Mühlheim (M.) - Der neue Präsident der Mühlheimer Lions heißt Dietmar Jeck. Der
Rechtsanwalt hat sich eine verstärkte Mitgliederwerbung und eine intensivere
Öffentlichkeitsarbeit auf die Fahnen geschrieben: Jeder kann bei den „Löwen"
mitmachen.
Für die Sommerpause gibt‘s ein Programm für Daheim-Gebliebene, Noch-Nicht-Verreiste
und Schon-Wieder-Zurückgekehrte. Jeck plant dabei einen lockeren Veranstaltungreigen
mit einem gemeinsamen Besuch des Hofsommers, Radausflügen in die Umgebung und
Treffen in einer Gartenwirtschaft. Den Start markiert ein Gartenfest im privaten Rahmen.

(stehend v.l.) Dietmar Jeck, Matthias Belz, Ralph Baßler, Frank
Matwigim Sitzen Christoph Müller und Marita Immel-Schelzke

 

Zu den traditionellen Terminen der Mühlheimer Lions zählt der Besuch der Dietesheimer Kerb.
Thorsten Ehmann präsentiert dann seine Projekte in Burkina Faso in Bildern. Er wird von der Organisation unterstützt.
Die Jazz-Matinee läuft am 26. September im Schanz, Jugendliche der Friedrich-Ebert-Schule werden dort ein Buffet gestalten. Vom Erlös wird auch die Kita St. Sebastian unterstützt. Gefördert wird ferner die Aktion Stadt-Land-Fluss. Es folgen Vorträge zu   fachlichen Themen und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt.

Offenbach-Post, den 01.Juli 2010

 

Gespräch mit Dietmar Jeck

Nach heftigen, teilweise öffentlich ausgetragenen Querelen und einem Übergangspräsidenten will Dietmar Jeck (Foto) die Mühlheimer Lions wieder in ruhigeres Fahrwasser steuern. Seit Anfang Juli steht der 60-jährige Jurist der örtlichen Filiale dieser weltweit tätigen Organisation vor. Dietmar Jeck, geboren in Neustadt an der Weinstraße, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder sowie einen Enkel. Über seine Vorstellungen und Ziele sprach er mit unserem Redaktionsmitglied Heiko Wiegand.

Herr Jeck, den Lions wird öffentlich und hinter vorgehaltener Hand immer wieder der Vorwurf gemacht, es handele sich um einen elitären Club - auch in Mühlheim. Was sagen Sie diesen Leuten?

In Mühlheim ist das einfach, diesen Vorwurf zu entkräften. Ich verweise auf unsere Mitglieder. Es sind Personen, die größtenteils in unserer Stadt bekannt und dort auch anderweitig engagiert sind. Sie stehen sicherlich nicht im Ruf, elitär zu sein.

Woher kommen denn diese Behauptungen?

Wir treffen uns alle 14 Tage im Waitz zu unseren Sitzungen. Manchmal sieht man uns auch in der Öffentlichkeit im Anzug. Eine Rolle mag auch spielen, dass der Hauptsitz unserer Organisation in den USA liegt. Aus solchen Zusammenhängen werden gern Legenden gestrickt.

Sie sind seit 1. Juli Präsident der Mühlheimer Lions. Welche Aufgaben haben Sie sich für Ihre Präsidentschaft gestellt?

Ich möchte neue Mitglieder gewinnen und unsere Mitglieder dazu animieren, Menschen anzusprechen und für eine aktive Mitgliedschaft in unserem Club zu begeistern. Hierzu müssen wir unsere Arbeit nach außen besser darstellen, mehr darüber informieren, wer wir sind und was wir machen. Dazu gehört auch eine bessere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Gibt es in dieser Hinsicht schon Überlegungen?

Ja. Wir wollen uns demnächst mal auf dem Mühlheimer Wochenmarkt präsentieren, uns dort unter die Leute mischen.

Was bieten Sie ihren Mitgliedern denn an?

Im Vordergrund unseres Tuns steht das gemeinsame Helfen. Unser Motto lautet entsprechend ,Wir helfen‘. Wir unterstützen Menschen, die hier in Mühlheim in Not sind, mit vielfältigen Aktionen. Außerdem kümmern wir uns um kulturelle Projekte. Wir treffen uns zweimal im Monat zum gemeinsamen Essen, tauschen uns auf dieser Grundlage aus, hören einige Vorträge im Jahr und unternehmen einmal jährlich eine größere Tour.

Wo helfen Sie konkret?

Wir haben unter anderem der Musikschule Mühlheim 2000 Euro zur Verfügung gestellt, das Elsternest und Mühlheimer Kindergärten finanziell unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Mühlheimer Realschule finanzieren wir Seminare für Lehrer im Bereich der Gewaltprävention.

Wie entwickelt sich denn die Zahl der Mitglieder in Mühlheim?

Wir sind als Verein organisiert und haben derzeit rund 25 Mitglieder. Diese Zahl hat in den letzten Jahren immer wieder mal geschwankt. Aber wir haben viele aktive Lions-Freunde. Bei unseren regelmäßigen Treffen sind verlässlich etwa zwei Drittel fast immer anwesend.

Herr Jeck, Ende vergangenen Jahres gab es auch öffentliche Irritationen im Zusammenhang mit einer beachtlichen finanziellen Spende der Mühlheimer Lions an den örtlichen Lebensladen nach einer Veranstaltung in Offenbach-Bürgel. Beim Lebensladen hat man länger auf die versprochene Summe gewartet als geplant. Wie gehen Sie mit dieser Sache um?

Das Kapitel mit der damaligen Präsidentin unseres Lions-Clubs ist für mich beendet. Außerdem ist das Geld inzwischen im Lebensladen angekommen. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.

Offenbach-Post, den 22. Juli 2010