Presseberichte 2016

 

Wie die Reispfanne zum Scheck wurde 

2000 Lions-Euro für den Lebensladen

MÜHLHEIM • Weder Mitinitiator Pfarrer Hans Rumpeltes noch Leiterin Christina Richter hätten sich vor sechs Jahren vorstellen können, dasihr Lebensladen so schnell eine solch elementare Funktion in der Stadt ausfüllen würde. 2009 ging die Ausgabe von Lebensmitteln an bedürftige Menschen in der bunten Halle am Bahnhof mit ein paar Dutzend freiwilligen Helfern an den Start.

Heute sind es rund 90 ehrenamtliche Mitarbeiter- und irgendwie gehören auch Aktive des Lions Clubs Mühlheim dazu. Kai Huse, der aktuelle Präsident der Hilfsorganisation, Schatzmeister Mattbias Belz und Marita Immel-Schelzke, die gewissermaßen eine Doppelfunktion einnahm, überreichten 2000 Euro.

Die Juristin packt als Mitglied der evangelischen Friedensgemeinde im Lebensladens mit an und rührte als Angehörige der Lions in der Reispfanne. In dem großen Blech gart auf dem Weihnachtsmarkt stets die Spezialität der Förderer. Der Verkauf von heißem Pflaumenwein und Kuchen steigerte den Gewinn, "das Geschäft lief diesmal sehr gut", resümierte Huse. So konnte der Schatzmeister den stolzen Betrag auf das Konto der Friedensgemeinde überweisen. "Wir kaufen zurzeit 240 Liter Milch und 125 Kilo Kartoffeln zu den Spenden der Supermärkte zu", erläuterte die Leiterin.  

Auch Waschmittel, Kakaopulver und Schokolade für die Kinder holt die Gruppe dazu, um die Haushalte sozial schwächerer Bewohner zu unterstützen. Ferner Kaffee, Duschzeug, Zahnpasta. "Das ist Luxus", sagt Christina Richter, "das können sich die meisten Flüchtlinge kaum leisten". Sie müssen mit etwa 1,50 Euro am Tag leben.

Und es werden immer Asylbewerbern versorgen die mehr Menschen. 140 Kunden versorgte der Lebensladen zum Jahresende, aber jede Woche kommen zehn bis 15 Personen dazu, hieß es beim Besuch der Lions. Neben den Asylbewerbern versorgen die Helfer viele Alleinerziehende mit Kindern, Kranke und Rentner, auch immer mehr Einheimische wies die Sprecherin auf eine aktuelle Entwicklung hin.