Antrittsrede der Präsidentin Frau Marita Immel-Schelzke vom 01.Juli 2011

 

Liebe Lions-Freundinnen und Lions-Freunde, liebe Gäste,

bei der letzten MG-Versammlung bin ich für das kommende Lions-Jahr zur Präsidentin unseres Clubs gewählt worden. Herzlichen Dank für Euer Vertrauen. Ich werde daran arbeiten, das Amt entsprechend den bestehenden Lions-Grundsätzen auszufüllen.

Zunächst möchte ich meinem Vorgänger im Amt, Dietmar Jeck, Anerkennung aussprechen für seine geleistete Arbeit. Er hat den Club würdig vertreten, hat Vorschläge der Mitglieder offen angenommen, war jederzeit erreichbar, zuverlässig und hat ein vielseitiges Clubleben gestaltet und eine Reihe  von Hilfeleistungen unseres Clubs bewirkt. Er wird mir in jedem Fall ein Vorbild sein.

Mein Motto soll sein: Bewährtes bewahren, Neues wagen.

Aus meiner Verbundenheit mit Mühlheim auf Grund verschiedener ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Ev. Friedensgemeinde, der Concordia, von Rettet Kinder, rettet Leben und Lebensladen möchte ich während meines Präsidentenjahres  unseren Club mit Menschen und Einrichtungen unserer Stadt in Verbindung bringen, die soziales, gesellschaftliches oder kulturelles Engagement zeigen, und außerdem möchte ich den Blick richten auf die, die hier unsere Unterstützung benötigen und verdient haben.

Wichtig ist für mich hier insbesondere auch, die bestehenden Vorurteile gegenüber einem Lions-Club, die unsere Arbeit in der Öffentlichkeit entwerten, dadurch abzubauen, dass unser Club verstärkt auf die Bürger zugeht und Netzwerke mit anderen Vereinen und Einrichtungen in unserer Stadt aufbaut und deutlich macht, welche Arbeit er tatsächlich leistet. 

Unsere traditionellen Aktivities, wie die Jazz-Matinee, den Weihnachtsmarkt und das Golfturnier, die bisher sehr erfolgreich waren und durch die es uns gelungen ist, Spenden einzusammeln und an Bedürftige weiterzugeben, sollen weitergeführt werden, wenn ihr damit einverstanden seid.  Darüber hinaus  soll die Beteiligung an Aktivitäten auf der Ebene der Zone fortgesetzt werden.

Ich lege euch heute das Halbjahresprogramm für die Zeit von Juli bis Dezember 2011 vor, aus dem ihr ersehen könnt, wie meine Pläne für das erste Halbjahr aussehen.

 Der Lions-Club Mühlheim am Main, das möchte ich uns allen noch einmal ausdrücklich bewusst machen, ist Teil einer Weltorganisation mit 1,34 Mio. Mitgliedern und einem Spendenaufkommen von 1 Milliarde € jährlich. Wie viel an Hilfeleistung für Bedürftige würde fehlen, würden die Lions mit ihrem Einsatz dieses gewaltige Spendenaufkommen nicht erzielen.

In Anbetracht dessen darf man stolz sein, als Lions-Club und als Lions-Mitglied Teil der größten und effizientesten Hilfsorganisation der Welt zu sein. Es soll aber auch Ansporn sein, dieses Ergebnis durch engagierten Einsatz sei es vor Ort, sei es auf überregionaler oder internationaler Ebene,  immer wieder neu zu erreichen bzw. weiter zu entwickeln.

Das Motto der Lions „we serve“ bedeutet die ständige Herausforderung an uns, die vorhandenen Kompetenzen, Talente und Kontakte der Mitglieder zu mobilisieren und zu bündeln, um dem Prinzip gerecht zu werden. Es enthält folgende  Ansprüche und Zielsetzungen:

Aktiver Einsatz für bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft;Dienen der Gemeinschaft, ohne daraus persönlichen oder materiellen Nutzen zu ziehen;Tatkraft und vorbildliche Haltung in allen beruflichen und persönlichen Bereichen zu entwickeln und zu fördern.Die Verpflichtung, wohltätige Einrichtungen zu unterstützen und Personen in Not zu helfen. Gegenseitige Achtung und Toleranz wahren.

Diese Grundsätze wollen wir hoch halten, sie sollten aber nicht so hoch gehalten werden, dass man bequem darunter hinweg spazieren kann, wie es im Handbuch für Lions heißt.

Abschließen möchte ich mit einem Gedicht des Dichters Johann Fürchtegott Gellert, das ich unlängst in hr2 hörte und das so besonders anschaulich macht, welcher Nutzen und Vorteil aus dem Bündeln der Vorzüge verschiedener Einzelner erwachsen kann: „Der Blinde und der Lahme“

Der Zufall ließ einst einen Blinden ein Lahmer auf der Strasse finden, und jener hofft schon freudenvoll, dass ihn der andre leiten soll.

Die, spricht der Lahme, beizustehn? Ich armer Mann kann selbst nicht gehen; doch scheints, dass du zu einer Last noch sehr gesunde Schultern hast.

Entschließe dich, mich fortzutragen, so will ich dir die Wege sagen: So wird dein starker Fuß mein Bein, mein helles Auge deines sein.

Der Lahme hängt mit seinen Krücken sich auf des Blinden breiten Rücken. Vereint wirkt also dieses Paar, was einzeln keinem möglich war.

Du hast das nicht, was andre haben, und andern mangeln deine Gaben? Aus dieser Unvollkommenheit entspringet die Geselligkeit. Beschwer die Götter nicht mit Klagen! Den Vorteil, den sie dir versagen und jenem schenken, wird gemein. Wir dürfen nur gesellig sein.

In diesem Sinne wünsche ich uns ein gutes und geselliges neues Lionsjahr und bedanke mich dafür, dass der Club das schöne Fest heute ermöglicht.